Lebensqualität stärken. Verkehr entlasten. Zukunft gestalten.

Veröffentlicht am 24.02.2026 in Wahlkampftagebuch

Gemeinsam mit Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, war ich zu einem intensiven Austausch mit der Stadtverwaltung in Freudenberg vor Ort. Solche Gespräche sind für uns kein Pflichttermin – sie sind Grundlage politischer Arbeit. Denn gute Verkehrspolitik entsteht nicht am Reißbrett, sondern im Dialog mit den Menschen, die die Situation täglich erleben.

Ortsumgehung Kirschfurt–Freudenberg: Eine notwendige Entlastung

Im Mittelpunkt des Termins stand die geplante Ortsumgehung Kirschfurt–Freudenberg mit neuer Mainbrücke. Wer die aktuelle Lage kennt, weiß, wie dringend hier gehandelt werden muss:

  • Die enge Ortsdurchfahrt führt regelmäßig zu gefährlichen Verkehrssituationen.

  • Fehlende oder unzureichende Gehwege schränken die Sicherheit insbesondere für Kinder und ältere Menschen ein.

  • Unübersichtliche Kreuzungsbereiche erhöhen das Unfallrisiko.

  • Regelmäßige Rückstaus – besonders am Bahnübergang – belasten Anwohnerinnen und Anwohner täglich.

Diese Situation bedeutet nicht nur Stress und Zeitverlust für Pendlerinnen und Pendler, sondern auch eine spürbare Minderung der Lebensqualität für die Menschen vor Ort.

Eine leistungsfähige Umgehungsstraße mit einer modernen Mainbrücke kann hier echte Entlastung schaffen: weniger Durchgangsverkehr im Ortskern, mehr Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger, bessere Planbarkeit für Unternehmen und eine nachhaltige Stärkung der regionalen Infrastruktur.

Verkehrspolitik mit Augenmaß und Verantwortung

Für uns ist klar: Infrastrukturpolitik muss langfristig gedacht werden. Das bedeutet konkret:

  • Bestehende Infrastruktur erhalten und modernisieren, bevor sie zum Sanierungsfall wird.

  • Verkehrsströme sinnvoll lenken, um Ortskerne zu entlasten und Sicherheit zu erhöhen.

  • Kommunen bei Planung und Finanzierung verlässlich unterstützen, damit Projekte nicht an bürokratischen oder finanziellen Hürden scheitern.

  • Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, ohne Qualität, Umweltstandards oder Bürgerbeteiligung zu vernachlässigen.

Gerade im ländlichen Raum zeigt sich, wie entscheidend funktionierende Infrastruktur ist. Mobilität ist hier keine Lifestyle-Frage, sondern Voraussetzung für Teilhabe: für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Ausbildungsplatz. Gleichzeitig sind leistungsfähige Verkehrswege ein zentraler Standortfaktor für mittelständische Betriebe und Handwerksunternehmen.

Windkraft und regionale Wertschöpfung zusammendenken

Neben der Verkehrssituation haben wir auch über die geplanten Windparks in der Region gesprochen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zentraler Baustein für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.

Unser Ansatz ist dabei klar:
Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und gesellschaftliche Akzeptanz müssen Hand in Hand gehen.

Das heißt konkret:

  • Beteiligungsmodelle für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger stärken,

  • transparente Planungsprozesse gewährleisten,

  • wirtschaftliche Vorteile sichtbar in der Region verankern.

Wer hier investiert, soll auch hier Arbeitsplätze schaffen und kommunale Einnahmen sichern. Nur so entsteht langfristige Akzeptanz.

Verlässliche Partnerschaft für starke Kommunen

Starke Kommunen brauchen verlässliche Partner – im Land und im Bund. Projekte wie die Ortsumgehung Kirschfurt–Freudenberg zeigen, dass gute Politik auf drei Ebenen gleichzeitig arbeiten muss: lokal, landesweit und bundespolitisch.

Unser Anspruch ist es, konkrete Probleme pragmatisch zu lösen und gleichzeitig die großen Zukunftsfragen mitzudenken. Lebensqualität, wirtschaftliche Perspektiven und Klimaschutz dürfen kein Widerspruch sein – sie gehören zusammen.

Dafür stehen wir im kontinuierlichen Austausch mit Städten und Gemeinden – und dafür arbeiten wir an Lösungen, die heute entlasten und morgen Perspektiven schaffen.