Wahlkampftagebuch
Bei der Podiumsdiskussion in Laudenbach wurde deutlich: Der ländliche Raum ist keine Fußnote der Landespolitik. Er ist Lebensraum, Wirtschaftsstandort und Heimat vieler engagierter Menschen.
Gerade im Main-Tauber-Kreis – dem größten Flächenlandkreis Baden-Württembergs – zeigt sich, wie entscheidend funktionierende Strukturen sind. Längere Wege und dünnere Strukturen machen Mobilität, medizinische Versorgung, Bildungsangebote und digitale Infrastruktur zu echten Standortfragen.
Unsere Haltung ist klar:
Der ländliche Raum braucht mehr als gute Worte – er braucht verlässliche Investitionen und politische Priorität.
Wir stehen für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land.
Das heißt für uns:
Verlässlicher ÖPNV und gute Straßen
Sicherung von Krankenhäusern und Ärzteversorgung
Glasfaser in jedem Ortsteil
Unsere landwirtschaftlichen Familienbetriebe brauchen Planungssicherheit, weniger Bürokratie und faire Rahmenbedingungen. Landwirtschaft ist Zukunft – wirtschaftlich, ökologisch und regional verwurzelt.
Bildung darf nicht vom Wohnort abhängen.
Wir sichern Unterricht, stärken Schulen personell und sorgen für moderne Ausstattung. Gleichzeitig behandeln wir berufliche und akademische Bildung gleichwertig. Jeder Weg verdient Respekt – und Unterstützung.
Unser Ziel: Junge Menschen sollen auch im ländlichen Raum beste Perspektiven haben.
Sicherheit ist Voraussetzung für Freiheit.
Wir statten Polizei und Justiz modern und digital aus und handeln konsequent gegen Extremismus. Der Rechtsstaat muss überall handlungsfähig sein – auch im ländlichen Raum.
Kommunen brauchen Spielraum statt immer neuer Aufgaben ohne Gegenfinanzierung. Für uns gilt: „Wer bestellt, bezahlt.“
Wir investieren in Schiene, Straße und Digitalisierung – konsequent und flächendeckend. Stillstand ist keine Option.
Demokratie lebt vom Vertrauen. Deshalb setzen wir uns für mehr direkte Mitbestimmung ein – unter anderem für die Direktwahl der Landräte. Verantwortung gehört in die Hände der Bürgerinnen und Bürger.
Gemeinsam mit Isabel Cademartori, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, war ich zu einem intensiven Austausch mit der Stadtverwaltung in Freudenberg vor Ort. Solche Gespräche sind für uns kein Pflichttermin – sie sind Grundlage politischer Arbeit. Denn gute Verkehrspolitik entsteht nicht am Reißbrett, sondern im Dialog mit den Menschen, die die Situation täglich erleben.
Im Mittelpunkt des Termins stand die geplante Ortsumgehung Kirschfurt–Freudenberg mit neuer Mainbrücke. Wer die aktuelle Lage kennt, weiß, wie dringend hier gehandelt werden muss:
Die enge Ortsdurchfahrt führt regelmäßig zu gefährlichen Verkehrssituationen.
Fehlende oder unzureichende Gehwege schränken die Sicherheit insbesondere für Kinder und ältere Menschen ein.
Unübersichtliche Kreuzungsbereiche erhöhen das Unfallrisiko.
Regelmäßige Rückstaus – besonders am Bahnübergang – belasten Anwohnerinnen und Anwohner täglich.
Diese Situation bedeutet nicht nur Stress und Zeitverlust für Pendlerinnen und Pendler, sondern auch eine spürbare Minderung der Lebensqualität für die Menschen vor Ort.
Eine leistungsfähige Umgehungsstraße mit einer modernen Mainbrücke kann hier echte Entlastung schaffen: weniger Durchgangsverkehr im Ortskern, mehr Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger, bessere Planbarkeit für Unternehmen und eine nachhaltige Stärkung der regionalen Infrastruktur.
Für uns ist klar: Infrastrukturpolitik muss langfristig gedacht werden. Das bedeutet konkret:
Bestehende Infrastruktur erhalten und modernisieren, bevor sie zum Sanierungsfall wird.
Verkehrsströme sinnvoll lenken, um Ortskerne zu entlasten und Sicherheit zu erhöhen.
Kommunen bei Planung und Finanzierung verlässlich unterstützen, damit Projekte nicht an bürokratischen oder finanziellen Hürden scheitern.
Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, ohne Qualität, Umweltstandards oder Bürgerbeteiligung zu vernachlässigen.
Gerade im ländlichen Raum zeigt sich, wie entscheidend funktionierende Infrastruktur ist. Mobilität ist hier keine Lifestyle-Frage, sondern Voraussetzung für Teilhabe: für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Ausbildungsplatz. Gleichzeitig sind leistungsfähige Verkehrswege ein zentraler Standortfaktor für mittelständische Betriebe und Handwerksunternehmen.
Neben der Verkehrssituation haben wir auch über die geplanten Windparks in der Region gesprochen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zentraler Baustein für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.
Unser Ansatz ist dabei klar:
Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und gesellschaftliche Akzeptanz müssen Hand in Hand gehen.
Das heißt konkret:
Beteiligungsmodelle für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger stärken,
transparente Planungsprozesse gewährleisten,
wirtschaftliche Vorteile sichtbar in der Region verankern.
Wer hier investiert, soll auch hier Arbeitsplätze schaffen und kommunale Einnahmen sichern. Nur so entsteht langfristige Akzeptanz.
Starke Kommunen brauchen verlässliche Partner – im Land und im Bund. Projekte wie die Ortsumgehung Kirschfurt–Freudenberg zeigen, dass gute Politik auf drei Ebenen gleichzeitig arbeiten muss: lokal, landesweit und bundespolitisch.
Unser Anspruch ist es, konkrete Probleme pragmatisch zu lösen und gleichzeitig die großen Zukunftsfragen mitzudenken. Lebensqualität, wirtschaftliche Perspektiven und Klimaschutz dürfen kein Widerspruch sein – sie gehören zusammen.
Dafür stehen wir im kontinuierlichen Austausch mit Städten und Gemeinden – und dafür arbeiten wir an Lösungen, die heute entlasten und morgen Perspektiven schaffen.
Während anderswo Fasching gefeiert wurde, stand im Main-Tauber-Kreis der politische Austausch im Mittelpunkt. Beim traditionellen Heringsessen durften wir mit Katja Mast, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, eine starke Stimme der Bundespolitik bei uns begrüßen.
Das große Interesse hat gezeigt, wie sehr die Themen bewegen: Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein volles Haus und beste Voraussetzungen für einen intensiven Austausch.
Deutlich wurde: Wir sind keine Gut-Wetter-Demokratinnen und Demokraten. Gerade wenn es schwierig wird, braucht es klare Haltung, soziale Verantwortung und politische Verlässlichkeit.
Im Zentrum der Diskussion standen faire Löhne, stabile Renten und ein bürgerfreundliches, verlässliches Sozialsystem. Es ging um notwendige Reformen – aber auch um die klare Botschaft, dass Veränderungen nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden dürfen.
Die Gespräche waren offen, engagiert und von gegenseitigem Respekt geprägt. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen einzubringen, Fragen zu stellen und kritisch nachzufragen. Genau dieser direkte Dialog ist entscheidend, um Politik nah bei den Menschen zu gestalten.
Herzlichen Dank an alle Gäste für die starke Beteiligung und die lebendige Diskussion. Gemeinsam setzen wir uns für soziale Sicherheit und faire Perspektiven in unserer Region ein.
Am Valentinstag waren wir mit unserem Infostand auf dem Marktplatz in Bad Mergentheim präsent – mit roten Nelken, frischen Crêpes und heißem Kaffee.
Vor allem aber waren wir dort, um zuzuhören.
Das Interesse war groß, die Gespräche offen, ehrlich und vielfältig. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen, Ideen und auch kritischen Fragen mit uns zu teilen. Genau dieser direkte Austausch ist uns wichtig: Politik lebt vom Dialog – nicht nur in Sitzungsräumen, sondern mitten auf dem Marktplatz.
Solche Begegnungen zeigen, wie wertvoll persönliche Gespräche sind. Sie schaffen Vertrauen, stärken den Zusammenhalt und helfen uns, konkrete Impulse für unsere politische Arbeit vor Ort mitzunehmen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die stehen geblieben sind, mitdiskutiert oder einfach einen Kaffee mit uns getrunken haben. Wir freuen uns auf die nächsten Begegnungen!
Wertheim ist ein starker Wirtschaftsstandort – das wurde beim Zukunftstalk mit dem Mittelstand bei Horn Verpackung in Bestenheid einmal mehr deutlich. Der Austausch hat gezeigt, wie viel Innovationskraft, Verantwortung und Zukunftspotenzial im regionalen Mittelstand steckt.
Horn Verpackung entwickelt, konstruiert und produziert individuelle Verpackungslösungen aus Vollkarton und Wellpappe, insbesondere für die Anforderungen der Automobilzulieferindustrie. Das Unternehmen steht beispielhaft für einen hochspezialisierten, innovativen und zugleich regional verwurzelten Mittelstand. Als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb ist Horn Verpackung ein echtes Aushängeschild für den Main-Tauber-Kreis.
Im gemeinsamen Gespräch ging es um die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Herausforderungen durch konjunkturelle Unsicherheiten und vor allem um die Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Ein Thema, das dabei ganz selbstverständlich mitgedacht wird, ist die Work-Life-Balance – verstanden als gemeinsames Interesse von Geschäftsleitung und Beschäftigten. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels zeigt sich, wie wichtig verlässliche Arbeitsbedingungen und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind.
Besonders beeindruckend ist, wie bei Horn Verpackung Ausbildung, Integration und wirtschaftlicher Erfolg zusammenkommen. Mehrere Menschen mit Fluchtgeschichte haben hier ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und sind dem Unternehmen seit vielen Jahren verbunden. Das zeigt, dass Integration dann gelingt, wenn sie ernsthaft gelebt wird – und dass sie ein Gewinn für Betriebe wie für die Gesellschaft ist.
Für mich ist klar: Ein starker Mittelstand ist zentral für gute Arbeit, sozialen Zusammenhalt und nachhaltige Zukunftsperspektiven. Gerade in einer wirtschaftlich starken Region wie dem Main-Tauber-Kreis braucht es politische Rahmenbedingungen, die dieses Potenzial sichern und weiterentwickeln. Deshalb muss die nächste Landesregierung den Mittelstand gezielt unterstützen.
Transformation mit Sicherheit für Betriebe und Beschäftigte
Gezielte Förderung für kleine und mittlere Unternehmen, statt pauschaler Programme
Weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen, um Investitionen zu erleichtern
Fachkräfte sichern durch Ausbildung, Weiterbildung und gelingende Integration
Förderung nur mit Verantwortung für Arbeitsplätze und Standorte vor Ort
So bleibt Wertschöpfung in der Region, Beschäftigung verlässlich und Zukunft planbar – für Unternehmen, Beschäftigte und den gesamten Main-Tauber-Kreis.